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Twitter-Cards: Recruiting über Social Media

Twitter-Cards: Recruiting über Social Media

Kandidaten zu finden, ist in vielen Bereichen und  Branchen kein Kinderspiel mehr. Der Fachkräftemangel setzt Unternehmen inzwischen dermaßen zu, dass Stellenanzeigen einen regelrechten „Boost“ benötigen, um von den Bewerbern gesehen zu werden. Mit Hilfe des Microblogging-Dienstes Twitter lassen sich hier interessante Möglichkeiten umsetzen. Stichwort: Twitter-Cards. Noch nichts davon gehört? Dann lesen Sie mal weiter!




Von Sonja Dietz


Ihren Bewerbern können Sie ab sofort einfach mal was zwitschern! Aber natürlich nur im positiven Sinne! Die Rede ist von Twitter Cards. Was das ist, ist schnell erklärt: Twitter Cards sind Vorschautexte, die unterhalb eines Tweets angezeigt werden und mehr Platz für relevante Informationen bieten als der herkömmliche Tweet mit seinen 140 Zeichen. Ähnliches kennt man zum Beispiel schon von Facebook- oder Google+-Postings. In diesem Layout können Arbeitgeber ihren Stellenzeigen einen regelrechten Aufmerksamkeits-Turbo verpassen. Denn der Einsatz von Twitter Cards sorgt im Vergleich zum herkömmlichen Tweet für ein klares Plus an optischer Präsenz und Informationstiefe.

So sind Twitter-Cards aufgebaut

Was genau dahinter steckt, und wie man Twitter Cards einrichtet? Dazu weiß Dr. Lars Janzik, Senior Director Product Management CE bei der Monster Worldwide Deutschland GmbH, mehr: „In die Cards kann ein Firmenlogo oder ein Wunschbild integriert sein, eine Stellenbezeichnung, eine kurze Beschreibung und  ein Link zu der Stellenanzeige“, sagt er. „Gehalts- und Standortinformationen könnten ebenfalls angezeigt werden. Also im Grunde die wichtigsten Infos zur Stelle. Dank integrierter Hashtags können Ihre Jobs leichter auf Twitter gefunden werden.“

Und zwar jederzeit, von jedermann, an jedem Ort. Denn die Nachrichten, die über den Microblogging-Dienst versendet werden, sind grundsätzlich öffentlich. Das heißt: Bewerber, die in dem Social Network beispielsweise über Hashtags wie #job, #ingenieurjob oder #stellenanzeige auf Jobsuche gehen, gelangen gezielt zu der ausgeschriebenen Position – auch wenn sie dem ausschreibenden Unternehmen nicht folgen.

Die Reichweite von Twitter nutzen

Moment mal…! Was sind Hashtags eigentlich? Hashtags sind bestimmte Schlüsselbegriffe in Twitternachrichten mit vorangestelltem Rautezeichen („#“), erklärt Janzik weiter. „Nach den so gekennzeichneten Begriffen können Twitter-User über die Suchfunktion gezielt suchen.“ Insofern ist auch die Auffindbarkeit einer vakanten Stelle kein Problem. Und so steht der gezielten Reichweitenerhöhung eines Jobpostings trotz der Schnelllebigkeit des Mediums nichts entgegen.

Für die Social Media-Verantwortlichen eines Unternehmens, das via Twitter auf Kandidatensuche geht, muss der Einsatz von Twitter Cards derweil keine Mehrarbeit bedeuten. Über externe Anbieter lassen sich die Twitter-Cards auch automatisiert versenden. „Pro Tag ist es möglich, bis zu zehn Jobs in Form  von Twitter-Cards auf die Reise zu schicken“, erklärt Produktchef Lars Janzik. „Zusätzlich dazu wird auf Wunsch ein Übersichtstweet erstellt, der einen Link zu allen offenen Stellen eines Arbeitgebers erhält.“

Den Versand automatisieren

Durch den automatisierten Versand wird das Thema Social Recruiting für Unternehmen im Prinzip ein Selbstläufer. Im Idealfall verbreitet sich die Stellenanzeige selbst im Netz, weil sie von den Usern geteilt, favorisiert oder kommentiert wird. Auf diese Weise entgeht sie auch der Aufmerksamkeit passiv suchender Kandidaten nicht.

Katja Leßmeister, Marketingdirektorin bei der Monster Worldwide Deutschland GmbH, sieht in dem neuen Format der Kandidatenakquise noch einen weiteren Mehrwert. „Es ermöglicht neben der gezielten Reichweitenerhöhung eine positive Markenpräsenz“, sagt sie. „Mit wenig Aufwand kann die Marke eines Unternehmens noch stärker positioniert werden, der Informationsaustausch mit den Followern ausgebaut und neue Fans generiert werden.“

Zielgruppengerechte Ansprache

Hinzu komme, dass sich Social Media-Nutzer zielgenau angesprochen fühlen. Ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Das ist durch die Studie Recruiting Trends sogar wissenschaftlich verbrieft. Jährlich befragt Monster gemeinsam mit der Universität Frankfurt die Top-1000 Firmen nach den wichtigsten Trends in der Personalbeschaffung. „Bei der jüngsten Erhebung zeigte sich, wie wichtig es ist, die Kandidaten auf den richtigen Kanälen zielgruppengerecht anzusprechen. Der Arbeitsmarkt ist in vielen Bereichen ausgedünnt und Fachkräfte sind ein stark umworbenes Gut. Wer kann es sich da leisten, eine Chance für die Kontaktaufnahme auszulassen?“, fragt Leßmeister. 

Bei der zielgruppenorientierten Verbreitung von Stellenanzeigen bestehe ganz klar Nachholbedarf. Aber nur wer seine Zielgruppe kennt, weiß, welche Medien, Endgeräte oder Webseiten genutzt werden. „Aktuell kennt gerade einmal mehr als die Hälfte der Befragten aus Deutschland ihre Kandidaten-Zielgruppen  und nur 38,8 Prozent haben Standardprofile für ihre Zielgruppen definiert.“
Fazit: Die Möglichkeiten der Kandidatenansprache sind so vielfältig wie ihre Zielgruppen. Twitter Cards zahlen insbesondere auf die Social Media-affine Generation ein. Auch für Firmen, die bereits aktiv twittern, stellen sie einen interessanten Mehrwert dar. Denn Twitter Cards bieten eine optimale Ergänzung zu den bisherigen Twitter-Aktivitäten. „Mit Stellenanzeigen in Form von Cards sorgen Arbeitgeber in Ihren Tweets für mehr thematische Abwechslung und positionieren sich so als ansprechendes, interessantes Unternehmen gegenüber den Kandidaten der Zukunft“, erläutert Katja Leßmeister. (Bild: Fotolia)

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