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Ingenieure: Gehälter steigen

Ingenieure: Gehälter steigen

Was verdienen Ingenieure? Darüber gibt eine aktuelle Studie Auskunft. Die Ergebnisse im Schnelldurchlauf: Technische Leiter sind Spitzenverdiener, je größer die Berufserfahrung, desto langsamer der Gehaltsanstieg. Und: In Ballungsräumen verdienen Ingenieure am meisten. Bis hierhin wenig überraschend? Na, dann lesen Sie mal weiter...

 

 

Ingenieure in deutschen Unternehmen verdienen deutlich mehr als im Vorjahr: Ihre Grundgehälter sind durchschnittlich um 3,2 Prozent gestiegen. Die Unternehmen, die die Gehälter ihrer Mitarbeiter in diesem Jahr noch nicht erhöht haben, planen im Schnitt Salärsteigerungen von 2,3 Prozent. Das ergibt die aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft Kienbaum zur Vergütung von Führungskräften und Spezialisten in technischen Funktionen. In der Untersuchung wurden die Vergütungsdaten von 5.888 Einzelpositionen in 463 Unternehmen betrachtet.

„Die Ingenieurgehälter entwickeln sich überdurchschnittlich, insbesondere für Experten-Funktionen“, sagt Hans-Georg Blang, Vergütungsexperte und Partner bei Kienbaum in Frankfurt, und fügt hinzu: „Die Gründe für diesen Trend sind vielfältig: Die Zahl der qualifizierten Hochschulabgänger aus Ingenieurstudiengängen liegt seit Jahren unter dem Bedarf der Industrie. Bedingt durch den demografischen Wandel wird sich diese Entwicklung sogar noch zuspitzen. Zudem bleibt der Bedarf an Ingenieuren auf hohem Niveau – auch bei globalisierten und digitalisierten Entwicklungsprozessen. Schließlich zählt die Innovationskraft zu den Kernkompetenzen und wichtigsten Wettbewerbsfaktoren für die deutsche Industrie.“

Technische Leiter sind Spitzenverdiener

Die technischen Gesamtleiter sind die Spitzenverdiener unter den Führungskräften: Mit einem Gehalt von 176.000 Euro im Jahr liegen sie deutlich vor den zweitplatzierten Werksleitern, die durchschnittlich 147.000 Euro verdienen. Dagegen ist der Lagerleiter mit 62.000 Euro Gesamtvergütung das Schlusslicht in der Vergütung der Führungskräfte. Im Durchschnitt verdienen Führungskräfte in technischen Funktionen jährlich 106.000 Euro.

Unter den Spezialisten ist der Vertriebsingenieur mit durchschnittlich 84.000 Euro im Jahr der Topverdiener, dicht gefolgt von den Projektleitern in Forschung und Entwicklung, die 81.000 Euro erhalten. Spezialisten für Logistik und Supply Chain Management verdienen dagegen mit 48.000 Euro am wenigsten. Durchschnittlich verdienen Spezialisten in technischen Funktionen 65.000 Euro im Jahr.

Mit der Berufserfahrung sinkt der Gehaltszuwachs

Je länger ein Ingenieur im Beruf ist, desto weniger steigt sein Gehalt. Zu Beginn der Berufstätigkeit erzielen Mitarbeiter in technischen Funktionen hingegen häufig noch überdurchschnittliche Gehaltszuwächse. Während Spezialisten mit drei bis sechs Jahren Berufserfahrung noch jährliche Gehaltssteigerungen von durchschnittlich 3,7 Prozent erhalten, wächst das Gehalt nach 20 Jahren im Schnitt nur noch um 2,8 Prozent.

Insgesamt zahlt sich Berufserfahrung aus. Denn obwohl der Gehaltszuwachs geringer wird, erhalten Führungskräfte mit mehr als 20 Jahren Berufserfahrung im Durchschnitt ein Gehalt von 118.000 Euro. Im Vergleich: Führungskräfte, die erst bis zu drei Jahre beruflich tätig sind, verdienen durchschnittlich 73.000 Euro im Jahr. Bei den Spezialisten liegt das durchschnittliche Jahresgehalt in den ersten drei Jahren bei etwa 45.000 Euro, während ihre erfahrenen Kollegen 76.000 Euro verdienen.

In Ballungsräumen verdienen Ingenieure  am meisten

Ingenieure verdienen unterschiedlich viel, je nachdem, in welcher Stadt sie arbeiten: In deutschen Ballungsräumen wie München, Düsseldorf, Frankfurt und Köln sind die Gehälter am höchsten. In München verdienen Fachkräfte zum Beispiel 18 Prozent mehr als der Bundesdurchschnitt, während im Raum Dresden/Leipzig/Halle das Gehalt 24 Prozent unter dem Schnitt liegt. Auch insgesamt gibt es nach wie vor ein deutliches Ost-West-Gefälle: Die derzeitigen Jahresgesamtbezüge in den neuen Bundesländern entsprechen im Durchschnitt etwa 83 Prozent der im Bundesschnitt gezahlten Bezüge. 
 

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