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Die Karriereseite - Stiefkind der Homepage

Die Karriereseite - Stiefkind der Homepage

Die Karriereseite wird von vielen Unternehmen stiefmütterlich behandelt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie es besser machen.

Die Karriereseite soll Aushängeschild der Unternehmen, Kontaktmöglichkeit und Stellenbörse zugleich sein. Aus welchem Grund viele Unternehmen die eigene Karriereseite so stiefmütterlich behandeln und meist lieblos im Footer einzementieren, erschließt sich mir nicht.

Karriereseite – zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Ich kann die Szene förmlich vor meinem geistigen Auge sehen, Arbeitgeber zur Agentur: „Wir brauchen eine neue Homepage. Am besten als Onepager mit allem technischen Raffinessen im responsiven Design. Auch das Employer Branding soll nicht zu kurz kommen." Wie es so ist, machen sich die Designer umgehend an die Arbeit, erstellen ein Konzept und Vorschauen und lassen diese durch den Auftraggeber bestätigen. Bereits in diesem Stadium ist der Schaden, meist irreparabel, entstanden.

Warum ist das so? Die meisten Agenturen sterben eher in Schönheit, als das sie den Bewerber in den Vordergrund stellen. Eine Karriereseite ist weitaus mehr als die Auflistung der aktuellen Vakanzen. Hier kann die Seite den Bewerbern ein echter Mehrwert bieten. Das fängt bei einer guten und ausführlichen Stellenanzeige an und hört bei den Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen noch lange nicht auf.

Bestandteile einer guten Karriereseite

Wenn Sie Ihre Karriereseite im Recruiting strategisch einsetzen möchten, sollte diese die folgenden Bestandteile enthalten:

  • Bewerbungstipps
  • Hinweis zum Bewerbungsablauf
  • einen zeitgemäßen Bewerbungsprozess
  • wichtige Informationen zu Perspektiven und Einstiegsmöglichkeiten
  • Benefits des Unternehmens
  • Unterteilung für Berufserfahrene, Absolventen, Trainee, Auszubildende, Studenten, Praktika und ggf. duales Studium
  • Kununu Auszeichnungen oder ähnliches.

Zeigen Sie jedem Bewerber klar und deutlich auf in welcher Form die Bewerbung erfolgen sollte. Viele Webseiten scheitern bei dieser einfachen Aufgabe kläglich. Behalten Sie dabei stets die Tatsache im Hinterkopf, dass Kandidaten die sich auf Jobsuche befinden, bereits gestresst sind. Machen Sie ihnen den Einstieg so einfach wie möglich und betreiben Sie damit gleichzeitig ein perfektes Personalmarketing. Berücksichtigen Sie hierbei auch den Nutzen für Ihre Arbeitgebermarke.

Karriereseite und SEO?

Werfen wir mal einen genaueren Blick auf aktuelle Unternehmens-Webseiten. Wir schreiben das Jahr 2016. Ein Großteil aller User recherchiert über mobile Endgeräte. Da bildet die Jobsuche keine Ausnahme. Ich gehe davon aus, dass kein Leser ernsthaft daran glaubt, dass sich dieser Trend nochmals zurückentwickelt. Viele Karriereseiten sind aber exakt auf eine solche Suchanfrage nicht vorbereitet. Die Ladezeit ist meist zu langsam und hinterlässt einen frustrierten Bewerber. Das kann nicht ernsthaft in Ihrem Interesse sein.

Die Darstellung ist mangelhaft, dass Menü als solches kaum zu erkennen. Die eventuell in mühsamer Kleinarbeit aufgebaute Arbeitgebermarke erhält unter Umständen einen Knacks. Bei den oben genannten Bestandteilen reden wir von den absoluten Grundlagen. Wir sind hier noch nicht annähernd bei weiterführenden Themen.

Schauen wir mal in den Quellcode einiger Karriereseiten. Ohje, meta-title, nicht optimal und selten optimiert. Description, vielsagend nichtssagend. H1-H3 Überschriften,Fehlanzeige oder Zufallsprodukte. Gerne wird dieses Mittel zur sauberen Darstellung in Buttons verschwendet. Recruiting-Videos, zunehmend vorhanden, stellen die Geduld der möglichen Bewerber mit wahnwitziger Logoeinblendung auf eine harte Probe.

Fazit: Karriereseiten – leider verschenktes Potential

Bitte verstehen Sie mich richtig, der Erdball dreht sich auch ohne diese Maßnahmen nicht schneller oder langsamer. Wer hier Geld investiert sollte zumindest ein ordentliches Produkt erwarten können. Wunsch und Realität gehen hier noch weit auseinander. Nutzen Sie den Moment und wandeln Sie eine mögliche Schwäche zu einem echten Alleinstellungsmerkmal um.