Warenkorb 0,00 €

Rekrutierung & Vergütung

HR-Magazin durchsuchen

 

Brainteaser

Brain teaserDas Vorstellungsgespräch neigt sich seinem Ende zu. Die klassischen Fragen sind gestellt, doch irgendwie will noch kein rechtes Bild darüber entstehen, wie der Bewerber wirklich tickt, wie er sich neuen Themenstellungen nähert und wie er mit unerwarteten Situationen umgeht.

 

 

Was sind Brainteaser?

Brainteaser sind kleine Aufgabenstellungen, mit denen das analytische Denkvermögen hinterfragt werden kann. Sie können dabei helfen, die Art und Weise, wie eine Person mit einer bisher unbekannten Fragestellung umgeht, besser zu verstehen. Bei Brainteasern geht es nicht in erster Linie um die richtige Lösung, sondern um den Weg, wie ein Lösungsansatz gefunden wird.

Einsatzfelder

Insbesondere in Berufsfeldern, bei denen das logische, strukturierte Denken gepaart mit einem Blick für das Wesentliche speziell gefordert ist, bieten sich Brainteaser als ergänzendes Element im Rahmen des Auswahlprozesses an. Stefan Menden, Gründer des Karrierenetzwerks squeaker.net und Autor des Buches "Brainteaser im Bewerbungsgespräch" nennt daher die Felder Unternehmensberatung, Investmentbanking aber auch die Softwareprogrammierung als klassische Bereiche, in denen Brainteaser zum Einsatz kommen.

Nach seiner Schätzung wird heute in bereits jeder zehnten Vorstellungsgesprächssituation ein Brainteaser eingesetzt. Ingo Küpper, Partner bei der Unternehmensberatung CrossConsulting hat mit Brainteasern gute Erfahrungen gemacht. "Ich setze gerne einen Brainteaser z.B. nach der Bearbeitung einer Fallstudie ein. Wenn die Anspannung gerade abfällt, ist ein guter Zeitpunkt, um mit einer überraschenden Fragestellung den Bewerber nochmals zu fordern. Schließlich gibt es Stresssituationen auch in unserem Arbeitsalltag als Berater. Da ist es gut zu wissen, ob ein Kandidat auch dann noch gelassen und strukturiert einen Lösungsweg entwickelt."


Aufgabentypen für Brainteaser

Im Wesentlichen lassen sich Brainteaser in fünf Aufgabengruppen unterteilen:

1. Mathematisches Denken

Hier geht es darum, bei Rechenaufgaben die relevanten Informationen herauszufiltern und einfachen Rechenregeln und Formeln einen Lösungsweg aufzuzeigen.

Beispiel: Sie fahren mit dem Fahrrad am Bahndamm entlang. Auf der Bahnstrecke verkehrt ein Linienzug, der regelmäßig zwischen zwei Städten pendelt. Alle 30 Minuten überholt Sie ein Zug von hinten, alle 20 Minuten kommt Ihnen ein Zug entgegen. In welchem Takt fahren die Züge?

2. Logisches Denken

Hier ist der Bewerber gefordert, von gegebenen Aussagen durch strukturiertes, systematisches Denken auf ein Ergebnis zu kommen.

Beispiel: Auf einem Tisch liegen neun Kugeln und eine Apothekerwaage mit zwei Waagschalen. Eine der neun Kugeln ist schwerer als die anderen acht Kugeln. Der Gewichtsunterschied ist jedoch so gering, dass er nur mithilfe der Waage erkannt werden kann. Ist es möglich, mit zweimaligem Wiegen die schwere Kugel zu finden? Wenn ja, wie muss man vorgehen?

3. Trial and Error

Die Herausforderung besteht darin, durch geschicktes Ausprobieren einen Lösungsansatz zu finden, da sich diese Aufgaben in der Regel nicht über mathematische Formeln lösen lassen.

Beispiel: In einem Vorstellungsgespräch bietet Ihnen der Personalchef folgendes Spiel an: "Wir addieren ausgehend von der Zahl zehn immer abwechselnd eine Zahl zwischen eins und zehn auf die neue Summe. Wer am Ende auf genau 100 addiert hat gewonnen. Ich fange an, um Ihnen das zu demonstrieren: Also 10 + 2 = 12. Das ist mein erster Zug. Nun ist es an Ihnen." Können Sie das Spiel gewinnen?

4. Out of the Box

Gelingt es einem Bewerber kreativ zu sein und seinen gesunden Menschenverstand einzusetzen? Es gilt: Alles was nicht verboten ist, ist ein möglicher Lösungsansatz.

Beispiel: Theo hat zwei Seile, die jeweils in einer Stunde ganz abbrennen. Die Geschwindigkeit, mit der die Seile abbrennen, ist nicht konstant. Beispielsweise können nach drei Minuten bereits 80 Prozent des einen Seils abgebrannt sein, während das andere Seil in derselben Zeit nur zu 20 Prozent abgebrannt ist. Wie kann Theo mit den beiden Seilen genau 45 Minuten abmessen?

5. Schätzen
Kann ein Bewerber mit mathematischem Grundwissen, Allgemeinbildung und Kreativität für eine auf den ersten Blick nicht wirklich beantwortbare Frage eine logisch nachvollziehbare Antwort entwickeln?

Beispiel: Wie schwer ist Manhattan?

>>Sind Sie beim Lesen der Versuchung unterlegen, die Beispielaufgaben lösen zu wollen? Für all diejenigen, hier jeweils ein kurzer Lösungshinweis (PDF).

(Doris Brenner, Oktober 2011 / Bild: Maxim Pavlov)


Das könnte Sie auch interessieren:

VorstellungsgesprächGesprächsphasen im Jobinterview
In einem Jobinterview durchlaufen Arbeitgeber und Bewerber unterschiedliche Gesprächsphasen. Expertin Doris Brenner gibt Tipps für den optimalen Ablauf eines Vorstellungsgesprächs. >>Artikel lesen

Vorstellungsgespräch, RekrutierungTipps für das Vorstellungsgespräch
Das Vorstellungsgespräch hat eine Schlüsselfunktion in der Rekrutierung, allerdings nur mit den richtigen Fragen. Die sollten gut überlegt sein, auch die möglichen Antworten der Bewerber. Nur dann stehen die Chancen gut, den passenden Kandidaten auszuwählen. >>Artikel lesen

Fachkräftemangel, War for Talents, VorstellungsgesprächVorstellungsgespräch: Die Vorbereitung
Die Qualität eines Vorstellungsgespräches hängt von der Vorbereitung ab — das gilt auch für den, der das Interview führt. Inklusive Checkliste im PDF-Format. >>Artikel lesen


Fachkräftemangel, War for Talents, VorstellungsgesprächSpecial: das Vorstellungsgespräch
Nicht nur Bewerber sollten im Vorstellungsgespräch eine gute Figur abgeben, sondern auch der Arbeitgeber. Umfassende Tipps, worauf Sie vor, im und nach dem Gespräch achten sollten. >>Artikel lesen

Fachkräftemangel, War for Talents, VorstellungsgesprächDas Vorstellungsgespräch: Verbotene Fragen
Manche Frage darf ein Arbeitgeber einem Bewerber nicht stellen. Aber wie immer im Leben gibt es natürlich auch bei solchen unerlaubten Fragen Ausnahmen von der Regel.
>>Artikel lesen


Fachkräftemangel, War for Talents, KostenVorstellungsgespräch: Wer trägt die Kosten?
Lädt ein Arbeitgeber zu einem Vorstellungsgespräch ein, ist er zur Übernahme der anfallenden Kosten verpflichtet. Das kann man jedoch umgehen. >>Artikel lesen


 

Bewerten Sie diesen Artikel:
 
Durchschnittliche Bewertung:
 
Gesamtanzahl abgegebener Stimmen:
10
 

*=Erforderlich
(E-Mail-Adresse)
(E-Mail-Adresse)
(Geben Sie den Namen Ihres Freundes ein),
(Geben Sie Ihren Namen ein)

Ihre E-Mail wurde verschickt. Vielen Dank.
Diese Seite drucken