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Personalmanagement: Definition, Ziele und Aufgaben

Personalmanagement: Definition, Ziele und Aufgaben

 Gute Mitarbeiter sind und waren schon immer knapp. Der demografische und strukturelle Wandel in Deutschland sorgt dafür, dass qualifizierte Fachkräfte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen.
 
Gerade in Deutschland sind qualifizierte Mitarbeiter ein entscheidender Erfolgsfaktor eines Unternehmens. Das setzt ein funktionierendes strategisches Personalmanagement voraus. Monster erklärt, welche Aufgaben und Ziele dem internen und externen Personalmanagement zugeordnet werden und was Personalmanagement ist.

Personalmanagement – Definition

Unter Personalmanagement versteht man den gesamten Tätigkeitsbereich, der mit der Personalverwaltung, -führung, -planung und -entwicklung in Zusammenhang steht. Das moderne Personalmanagement ist keine Aufgabe, die ein einzelner Mitarbeiter oder eine einzige Abteilung alleine stemmen kann. Vielmehr geht es darum,  mit der gesamten Führungsebene beginnend, Geschäftsleitung, leitende Mitarbeiter und Vorgesetzte mit einzubeziehen und entsprechende Abläufe zu implementieren.

Welche Ziele verfolgt das Personalmanagement?

Das Personalmanagement hat das übergeordnete Ziel, die Mitarbeiterzufriedenheit herzustellen, beizubehalten oder auszubauen. Das geschieht nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit. Unzählige Studien beweisen, dass zufriedene Mitarbeiter seltener krank werden, produktiver kreativer und loyaler gegenüber dem Arbeitgeber sind, wenn das Personalmanagement im Unternehmen gut funktioniert. Daraus resultieren nicht selten niedrigere Personalkosten, die sich in einem höheren Return on Investment (ROI) niederschlagen. Zusätzlich tragen diese Erfolgsfaktoren in der Regel direkt und indirekt zum Erfolg eines Unternehmens bei.

Welche Aufgaben hat das Personalmanagement?

Das Personalmanagement unterteilt sich in mehrere Teildisziplinen, auf die wir gleich eingehen. Übergeordnet ist das Ziel, die richtigen Arbeitnehmer für die verschiedenen Fachbereiche des Unternehmens auszusuchen, diese einzustellen und in deren weiteren Entwicklungen im Sinne des Unternehmens zu fördern. Eine offene und gelebte Unternehmenskultur unterstützt dieses strategische Vorgehen nachhaltig.

Teilbereich des Personalmanagements

Das Personalmanagement unterteilt sich in folgende Bereiche:

  • Personalplanung
  • Personalbeschaffung
  • Personalverwaltung- und Einsatz
  • Entgeltmanagement
  • Personalentwicklung
  • Personalcontrolling

Die Personalplanung

Durch eine gezielte Personalplanung soll sichergestellt werden, dass das Unternehmen zur jeder Zeit geeignete und qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung hat. Dabei werden die Anforderungen nach kurz-, mittel- und langfristigem Bedarf an Mitarbeitern unterteilt.

Die Personalbeschaffung

Selten ist eine vorausschauende Besetzung von freien Stellen möglich. Sobald im Rahmen des Personalmanagements eine verbindliche Information vorliegt, werden neue Mitarbeiter rekrutiert. Im Rahmen der Personalbeschaffung erfolgt die Suche nicht nur extern, sondern auch intern. Eine externe Hilfe zur Personalbeschaffung ist heute eher die Regel als die Ausnahme.

Ein gutes Personalmarketing kann diese Aufgabe unterstützen. Zu den wesentlichen Schritten der Personalbeschaffung gehören die Erstellung von Stellenanzeigen nach vorher festgelegtem Anforderungsprofil,  das Bewerbermanagement sowie die anschließende Personalauswahl in Abstimmung mit den Fachabteilungen.

Personalverwaltung und –einsatz

Die Personalverwaltung und der Personaleinsatz definieren die Inhalte der Tätigkeiten. Die Arbeitsbedingungen, unter denen diese von den Mitarbeitern zu erledigen sind, werden ebenfalls von der Personalverwaltung vorgegeben und geprüft. Dies gilt für den Zeitraum von der Einstellung bis zum letzten Arbeitstag. Dabei muss die Personalverwaltung darauf achten, dass die definierten Inhalte mit den ausgeschriebenen Qualifikationen neuer oder aktueller Mitarbeiter übereinstimmen. Ferner sind Arbeitsbedingungen sowie die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten. Darunter fallen zum Beispiel die folgenden Punkte:

  • Arbeitsplatzsicherheit
  • betriebliche Mitbestimmung
  • flexible Arbeitszeiten
  • geeignete Arbeitsmittel 

Das Entgeltmanagement

Das Gehalt oder der Lohn waren schon immer geeignete Instrumente leichter besser qualifizierte Mitarbeiter zu finden und diese an das Unternehmen zu binden. Die geschickte Verknüpfung des Entgelts, an die gewünschte und vom Arbeitnehmer zu erbringende Leistungen sind bis heute lebendige Elemente des Entgeltmanagements. Dadurch fördert das Entgeltmanagement die Leistungsbereitschaft sowie das zielorientierte Handeln der Mitarbeiter.

Die Personalentwicklung

Die Personalentwicklung steuert und koordiniert alle Maßnahmen, die dem Anstieg der Mitarbeiterkompetenz dienen. Dazu gehören typische Aktivitäten wie fachspezifische Trainings, Coachings und Aus- und Weiterbildungsangebote. In den letzten Jahren haben sich ebenfalls interne Umschulungen und Mentoren etabliert.  

Das Personalcontrolling

Auch wenn es sich im Personalcontrolling letztendlich um Zahlen, Daten und Fakten handelt, muss das Personalmanagement stets daran denken, dass sich immer ein Mitarbeiter und Kollege dahinter verbirgt. Rein faktisch lässt sich die Tätigkeit dahin gehend zusammenfassen, dass personalwirtschaftliche Prozesse geplant, kontrolliert und gesteuert werden müssen. Dies geschieht anhand vorher festgelegter KPIs (Key Performance Indicator) oder Kennzahlen.