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Märkte & Analysen
 

Die repräsentative Befragung der Personalverantwortlichen der Top-1.000-Unternehmen aus Deutschland (Rücklaufquote 13,7 Prozent) durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der Monster Worldwide Deutschland GmbH liefert folgende Ergebnisse: 

 


Die drei wichtigsten unternehmensübergreifenden Recruiting Trends sowie die drei wichtigsten sich ergebenden internen Herausforderungen für die Personalbeschaffung im Jahr 2013 sind: 

  • Personalbedarf und Fachkräftemangel:
    Nahezu alle antwortenden Unternehmen rechnen mit freien Stellen im Jahr 2013. 45 Prozent gehen sogar davon aus, Ende 2013 mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als zu Jahresbeginn. Erschwert wird die Deckung des Personalbedarfs durch den Fachkräftemangel, der für die 1.000 größten deutschen Firmen nach wie vor ein Top-Thema ist. So erwarten die Unternehmen, mehr als ein Drittel der offenen Stellen nur schwer und 5,7 Prozent gar nicht besetzen zu können. Als vielversprechende Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sehen die Unternehmen vor allem die eigene Ausbildung von Mitarbeitern, flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit/Home Office sowie die noch stärkere Rekrutierung von Frauen an.
  • Anzeigenschaltung und Generierung von Einstellungen: 
    Die 1.000 größten deutschen Unternehmen haben im Jahr 2012 neun von zehn und damit die meisten ihrer freien Stellen auf der eigenen Unternehmens-Webseite veröffentlicht. In Internet-Stellenbörsen werden 69,1 Prozent aller Vakanzen ausgeschrieben. Ein derart großer Anteil an freien Stellen wurde der seit Beginn der Auswertungen im Jahr 2003 noch nie in Internet-Stellenbörsen veröffentlicht. Die Bundesagentur für Arbeit schließt sich mit 27,4 Prozent an. Bei noch mehr als zwei von zehn freien Stellen fordern die Firmen ihre Mitarbeiter auf, geeignete Kandidaten aus deren Netzwerken zu empfehlen. Es folgen Printmedien (18,4 Prozent) und Social Media (16,6 Prozent). Mit 36,9 Prozent gehen die meisten tatsächlichen Einstellungen im Jahr 2012 auf eine Stellenanzeige in einer Internet-Stellenbörse zurück. Rund drei von zehn Stellenbesetzungen werden über die eigene Unternehmens-Webseite realisiert. Printmedien folgen mit 11,1 Prozent, Mitarbeiterempfehlungen mit 8,3 Prozent und die Bundesagentur für Arbeit mit 4,5 Prozent. Über Social Media werden derzeit 3,1 Prozent aller Einstellungen generiert.
  • Social Media:
    Exakt die Hälfte der Unternehmen beurteilt den Einsatz von Social Media in der Rekrutierung inzwischen generell als positiv. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich jedoch insgesamt eine leicht rückläufige Nutzung von Social Media bei der Stellenausschreibung, beim Active Sourcing (siehe auch nächster Punkt) und bei der Suche nach Informationen über bereits identifizierte Kandidaten. Für Employer Branding werden Xing und Facebook dagegen aktuell von einigen Unternehmen (Facebook: 20,0 Prozent der Studienteilnehmer; Xing: 12,8 Prozent) häufig oder sehr häufig genutzt und können dabei ihr Niveau aus dem Jahr 2011 beibehalten. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich insbesondere Facebook und Xing als Employer-Branding-Instrument etablieren, während die Unternehmen bei der Nutzung von Social Media zur Stellenausschreibung, für Active Sourcing und für die Suche nach Informationen über bereits identifizierte Kandidaten nach wie vor zurückhaltend agieren.
  • Active Sourcing: 
    In 13,7 Prozent der Unternehmen gibt es Mitarbeiter, die sich explizit mit der Direktansprache von Kandidaten bzw. Active Sourcing beschäftigen. Der Kanal, der sich für Active Sourcing am besten eignet, ist nach Ansicht der Umfrageteilnehmer ein eigener Talent-Pool, gefolgt von persönlichen Netzwerken und Karriere- Events für Studenten und/oder Absolventen. Auf dem vierten Platz finden sich Veranstaltungen wie Absolventenkongresse oder Personalmessen und auf Rang fünf Karrierenetzwerke. Mit Blick auf Letztere zeigt eine zusätzliche Auswertung, dass 11,9 Prozent der antwortenden Firmen Xing häufig oder sehr häufig für Active Sourcing nutzen. 
  • Mobile Recruiting: 
    Die Bedeutung von Mobile Recruiting nimmt nach Ansicht der größten deutschen Unternehmen weiter zu. 57,8 Prozent denken, dass die starke Verbreitung mobiler Endgeräte auch einen großen Einfluss auf die Rekrutierung haben wird. 42,7 Prozent gehen davon aus, dass die Ansprache von Kandidaten über mobile Endgeräte für die Rekrutierung sinnvoll ist und 37,9 Prozent, dass sich Kandidaten in Zukunft über mobile Endgeräte bei ihnen bewerben werden. Alle drei Werte sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Mit Blick auf die aktuelle Umsetzung von Mobile Recruiting zeigt sich, dass zwischen 4,3 und 10,4 Prozent der Unternehmen die Darstellung ihrer Karriere-Webseite oder ihrer Online-Stellenanzeigen für bestimmte Smartphones oder Tablet-PCs bereits optimiert haben oder schon heute Apps für die Stellensuche anbieten. Ein weitaus größerer Teil der Unternehmen (zwischen 15,4 und 29,9 Prozent) hat derartige Maßnahmen zwar noch nicht umgesetzt, jedoch für die nähere Zukunft geplant.

Zusammenfassung der Ergebnisse als PDF-Download>>>

Die vollständigen Studienergebnisse senden wir Ihnen gern auf Anfrage zu. Schicken Sie dazu einfach eine E-Mail an studien@monster.de.

 

 
 
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