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Bewerbungspraxis 2013

Bewerbungspraxis 2013
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Die Studie "Bewerbungspraxis 2013" wurde vom Centre of Human Resources Information Systems der Universitäten Bamberg und Frankfurt mit Unterstützung von Monster Worldwide Deutschland durchgeführt. Die über 6.000 Teilnehmer sind im Durchschnitt 38,7 Jahre alt, 54,9 Prozent sind männlich, 7 Prozent sind Studenten, die Mehrzahl hat über 10 Jahre Berufserfahrung.

 

 

  • Pessimistischere Beurteilung des Arbeitsmarktes, aber nach wie vor hohe Wechselwilligkeit: 
    Die Teilnehmer sehen ihre Chance auf einen neuen attraktiven Arbeitsplatz trotz des konjunkturellen Abschwungs mehrheitlich recht positiv, wenn auch pessimistischer als im letzten Jahr. Jeder vierte sieht gute Chancen auf den individuellen Traumjob und 45,8 Prozent auf einen Job, der den eigenen Ansprüchen genügt. Der nationale Arbeitsmarkt ist dabei attraktiver als der internationale oder auch der firmeninterne. Wie im Vorjahr planen drei von zehn Studienteilnehmern ihren aktuellen Arbeitsvertrag zu kündigen, ein Fünftel hat einen Arbeitsplatzwechsel in den letzten Monaten vollzogen und 10,3 Prozent haben aktuell ihren Arbeitsvertrag gekündigt.
  • Arbeitsbedingungen, Vorgesetzte und Kollegen sind gut, Gehalt und Karrieremöglichkeiten nicht: 
    Im aktuellen Job sind die befragten Arbeitnehmer mit ihren Kollegen, ihrer Abteilung, ihrem Vorgesetzten und den Arbeitsbedingungen mehrheitlich zufrieden. Unzufriedenheit herrscht beim Thema Gehalt, der Weitergabe von Informationen und den erwarteten Karrieremöglichkeiten. Bei einem Jobangebot eines anderen Arbeitgebers blieben acht von zehn Studienteilnehmern im aktuellen Unternehmen bei entsprechend höherem Gehalt und sieben von zehn bei verbesserten Karrieremöglichkeiten.
  • Der ideale Job hat gutes Arbeitsklima, Karrieremöglichkeiten und flexible Arbeitszeitmodelle: 
    Für einen neuen Job sind die wichtigsten Anforderungen der Studienteilnehmer an den Arbeitgeber ein gutes Arbeitsklima, gute Karrieremöglichkeiten, flexible Arbeitszeitmodelle, Work-Life-Balance und eine offene Kultur der Wissensweitergabe. Gehalt, bekannte Produktmarken oder soziales Engagement sind weniger wichtig. Dies gilt sowohl für Arbeitsplätze in Groß- als auch Mittelstandsunternehmen.
  • Internet-Stellenbörse seit 10 Jahren für Kandidaten effektivster Kanal der Stellensuche: 
    Seit Beginn der Studienreihe sehen Stellensuchende und Karriereinteressierte in der Internet-Stellenbörse den Kanal mit der größten Chance, eine neue Anstellung zu finden, gefolgt von Unternehmens- Webseiten und persönlichen Empfehlungen. Stellenbörsen sind entsprechend auch weiterhin der in der Informationsphase der Stellensuche am häufigsten genutzte Kanal, gefolgt von Unternehmens-Webseiten und Karrierenetzwerken.
  • Stellensuchende wünschen interaktive Stellenanzeigen: 
    Ein Drittel der Befragten gibt an, dass Unternehmen vermehrt Stellenanzeigen mit interaktiven Elementen wie Videos, Links oder Facebook-Elementen schalten sollten. Insbesondere Kandidaten im Marketing, Personalwesen und Journalismus wünschen sich diese neue Form der Stellenanzeige.
  • Freunde und Headhunter sind gute Karriereberater, HR-Mitarbeiter im eigenen Unternehmen nicht: 
    Am hilfreichsten bei Karrierefragen sind aus Sicht der Teilnehmer externe Personalberater und Freunde; Kollegen liegen im Mittelfeld, und die HR-Mitarbeiter des eigenen Unternehmens finden sich auf dem letzten Platz und werden nur von etwa jedem fünften Studienteilnehmer als hilfreich in Karrierefragen gesehen. Nur Personaler vertrauen häufiger auf die HR-Abteilung in Karrierefragen, indes auch nur vier von zehn.
  • Elektronische Bewerbung dominiert die Bewerbungsphase: 
    Mehr als acht von zehn Stellensuchende und Karriereinteressierte möchten sich am liebsten elektronisch bewerben, und nur noch jeder zehnte bevorzugt eine papierbasierte Bewerbungsmappe. 
  • Beim Einstellungsgespräch prüft auch der Kandidat das Unternehmen: 
    Neun von zehn Stellensuchende geben an, die Eindrücke während eines Einstellungsgespräch als wichtige Entscheidungsgrundlage für die Annahme eines Jobangebots zu nutzen. Sechs von zehn haben dabei bereits mindestens einmal auf Grund dieser Eindrücke bei einem Vorstellungsgespräch das Job-Angebot eines Unternehmens abgelehnt; nur gut die Hälfte hat überwiegend positive Eindrücke in Einstellungsgesprächen gewonnen.
  • e-Assessments und IT-basierte Selektionsverfahren werden noch zurückhaltend akzeptiert: 
    Knapp vier von zehn Studienteilnehmer finden es generell gut, wenn Unternehmen Online-Tests
    zur Kandidatenselektion einsetzen und sehen gute Möglichkeiten, ihre Eignung auf eine Stelle zu überprüfen; 27,5 Prozent finden es gut, wenn diese in Form von Online-Spielen implementiert sind. Bereits drei Viertel der Studienteilnehmer wurden in einem Bewerbungsverfahren mit einem Online-Test konfrontiert.
  • Generelle Akzeptanz aber durchaus zurückhaltende Nutzung von Social-Media-Anwendungen: 
    56,7 Prozent der Studienteilnehmer finden es gut, wenn Unternehmen Social-Media-Anwendungen in der Personalbeschaffung einsetzen, wobei auch vier von zehn glauben, die Unternehmen erwarteten sogar von den Kandidaten, sich durch Social-Media- Anwendungen über Karrierethemen zu informieren. Zur Suche nach Stellenanzeigen nutzen dabei 25,8 Prozent häufig Xing und 15,1 Prozent Facebook. Für generelle Informationen setzen 23,8 Prozent häufig Xing und 12,4 Prozent häufig Facebook ein. Zur Vernetzung mit Unternehmen nutzen 17,2 Prozent häufig Xing und 8,9 Prozent Facebook. Die Pflege des eigenen Netzwerks ist dabei diejenige Funktion von Social-Media- Anwendungen, die am häufigsten durch die Studienteilnehmer genutzt wird. Für diesen Kontext nutzen 40,2 Prozent häufig Facebook und 28,1 Prozent Xing.
  • Zunehmende Bedeutung aber schlechte Umsetzung von Mobile- Recruiting: 
    Knapp drei von zehn Teilnehmer aller Fachrichtungen nutzen ihr mobiles Endgerät (Smartphone) zur Suche nach offenen Stellen, insgesamt jeder vierte nutzt hierzu entsprechende Apps von Internet-Stellenbörsen und 15,3 Prozent von einzelnen Unternehmen. 6,2 Prozent bewerben sich tatsächlich auch über ihr mobiles Endgerät (Smartphone). Über die Hälfte findet es gut, wenn Internet-Stellenbörsen Applikationen (Apps) für mobile Endgeräte bereitstellen, über die man nach offenen Stellen suchen kann. Mit 44,7 Prozent schätzen etwas weniger Teilnehmer, wenn einzelne Unternehmen derartige Anwendungen bereitstellen. Jedoch funktioniert die Darstellung von Karriere-Webseiten im Allgemeinen und Stellenanzeigen im Besonderen auf einem Smartphone nicht immer gut, und nur jeder fünfte Teilnehmer findet, dass die mobile Darstellung von Stellenanzeigen, die über Internet-Stellenbörsen aufgerufen werden, problemlos funktioniert. Mit 18,9 Prozent haben in etwa genauso wenige Personen positive Erfahrung mit der Darstellung von Karriere-Webseiten auf ihrem Smartphone gesammelt.
  • Negative Wahrnehmung von Maßnahmen zur Integration von neuen Mitarbeitern: 
    Nur vier von zehn Studienteilnehmer sehen ausreichend viel Unterstützung von Seiten der Unternehmen zur Integration von neuen Mitarbeitern in das Unternehmen, und auch nur 47,2 Prozent sehen, dass ihr Arbeitgeber ausreichende Möglichkeiten für flexible Arbeitszeiten bietet. Knapp ein Drittel findet, dass ältere Mitarbeiter gut in das Unternehmen integriert werden und dass der aktuelle Arbeitgeber ausreichend viele Integrationsmaßnahmen für ausländische Stellensuchende bietet.

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